Geschichte

Unsere Wurzeln

Sektion Pfaffenhofen

Die Sektion Pfaffenhofen wurde 1977 als Ortsgruppe der Sektion Freising gegründet. Die Ortsgruppe entwickelte sich sehr gut und etablierte sich als aktiver Verein in Pfaffenhofen.

Nachdem die Ortsgruppe Pfaffenhofen 1982 schon 500 Personen zählte, beschlossen die Mitglieder, nach Rücksprache mit der Patensektion Freising, die Gründung einer eigenen Sektion. Damit war auch der Weg frei, den Wunsch nach einem eigenen Vereinsheim zu verwirklichen.

Die Stadt Pfaffenhofen stellte der jungen Sektion ein landwirtschaftlich eher minderes, aber für die Sektion hervorragend geeignetes Grundstück günstig zur Verfügung.

Im August 1985 war der 1. Spatenstich für die Holledauer Hütte und 1986 war das Bauwerk vollendet. Maßgeblich für das Gelingen dieses doch auch finanziell umfangreichen Projektes waren die über 1400 Std. Eigenleistung, welche von den Mitgliedern erbracht wurden. Großzügige Zuschüsse vom Freistaat Bayern, dem Landkreis und der Stadt Pfaffenhofen ermöglichten eine für den jungen Verein verträgliche Finanzierung des Vereinsheimes.

Die Sektion Pfaffenhofen fördert satzungsgemäß den Bergsport im allgemeinen und in verschienen Gruppen das Wandern, Bergsteigen, Hochtouren und Klettern in den Alpen und in künstlichen Kletteranlagen. Der Nachwuchs findet in den Kinder und Jugendgruppen das entsprechende Angebot.

Die im Verein integrierte DSV-Skischule fördert die Ausbildung der Wintersportler.Im Jahre 2000 bahnten sich die ersten Kontakte zur Sektion Asch an. Die damaligen ersten Vorstände, Max Wöhrl und Klaus Baumgärtel trafen sich zu einem ersten informativen Gespräch, in dem von der Sektion Asch der Wunsch geäußert wurde, sich mit einer anderen Sektion zu verschmelzen.

Die Sektion Asch stand kurz vor dem 125. Jahr ihres Bestehens, war aber wegen der besonderen Situation als Vertriebenensektion in der Altersstruktur nicht mehr zukunftsfähig. Hinzu kam noch die Tatsache, dass der Standort in München mit der herrschenden Konkurrenzsituation eine Verjüngung trotz verstärkter Mitgliederwerbung nicht gelang.

Die Sektion Asch suchte eine Partnersektion welche etwa gleich groß ist, keine Hütte in den Alpen besitzt und durch die Bündelung der Mitglieder auf einen Ort ein aktives Vereinsleben hat und auch möglich macht. Die Fragestellung wurde an die Mitglieder der beiden Sektionen gerichtet und positiv entschieden. So konnte die Verschmelzung der Sektion Pfaffenhofen mit der Sektion Asch auf den Weg gebracht werden.

Bei einer gemeinsamen Mitgliederversammlung bieder Sektionen am 15. November 2003 wurde die Verschmelzung einstimmig unter notarieller Aufsicht beschlossen.

Sektion Asch

Die Sektion Asch, gegründet 1878 in Asch, im nordwestlichen Zipfel von Tschechien (ehem. Böhmen) gelegen, ist eine der ältesten Sektionen des DAV. Die Sektion war die 61. Sektion im Deutschen und Österreichischen Alpenverein. Die Sektion konnte 1884 auf dem Hainberg bei Asch ihr erstes Vereinshaus, das Hainberghaus, einweihen. Die Anlage von Wanderwegen in die benachbarten Gebiete Bayerischer Wald, Fichtelgebirge, Elbsandsteingebirge war die herausragende Leistung in der damaligen Zeit. Natürlich waren Sektionsmitglieder auch im Alpengebiet unterwegs und so ist es nicht verwunderlich, dass sich die Sektion an der Erschließung der Alpen beteiligen wollte. Nach einigen Fehlschlägen wurde der Sektion das Gebiet am Rotpleiskopf in der Samnaungruppe als Arbeitsgebiet zugewiesen.
Eine erste Schutzhütte, die Ascher Hütte, wurde 1896 im Kübelgrund erbaut und eingeweiht. Mit der Vertreibung der deutschen Bevölkerung aus der Heimat im Sudentenland löste sich auch die Sektion faktisch auf, weil die Mitglieder im gesamten Deutschland verteilt wurden. Einige im Raum Selb-Rehau untergekommene Sektionsmitglieder wiederbelebten die Sektion Asch aber schon 1946 unter den Fittichen der Sektion Selb. Die Mitgliederzahl konnte von 48 in 1956 auf 629 in 1984 gesteigert werden. Die Sektion sammelte die bergbegeisterten Ascher Vertriebenen ein und die Ascher Hütte war der Kristallisationspunkt.
Der Ascher Hütte galt die ganze Sorge der wieder erwachten Sektion. Obwohl die Hütte unter der Verwaltung des Österreichischen Alpenvereins stand, wurden Umbaupläne gemacht. Um diese Pläne leichter verwirklichen zu können, wurde der Sitz der Sektion 1956 nach München verlegt.
Das Durchschnittsalter der Sektionsmitglieder stieg aber in den letzten Jahren rapide an. Auch war es nicht möglich ein Vereinsleben mit Veranstaltungen und Bergaktivitäten zu organisieren. Schon bei den Feierlichkeiten zum 100 jährigen Bestehen der Ascher Hütte, 1996, war sich der Vorstand einig, dass die Sektion einen starken Partner benötigt, um die Tradition der über 100 jährigen Sektion und die Ascher Hütte erhalten zu können. Die Mitgliederversammlung beauftragte den Vorstand eine Sektion zu finden, welche eine starke Jugend und damit Zukunft hat und die keine Hütte in den Alpen ihr Eigen nennen konnte. Schon bald war man sich mit der Sektion Pfaffenhofen einig, gemeinsam den Weg zu gehen. www.asch-boehmen.de
Am 15. November 2003 wurde anläßlich einer gemeinsamen Mitgliederversammlung die Verschmelzung mit der Sektion Pfaffenhofen a.d. Ilm unter notarieller Aufsicht beschlossen und ein neuer Vorstand gewählt.

Die neue Sektion gab sich den Namen “Sektion Pfaffenhofen-Asch e.V.”