Geschichte Sektion Asch

Die Sektion Asch, gegründet 1878 in Asch, im nordwestlichen Zipfel von Tschechien (ehem. Böhmen) gelegen, ist eine der ältesten Sektionen des DAV. Die Sektion war die 61. Sektion im Deutschen und Österreichischen Alpenverein. Die Sektion konnte 1884 auf dem Hainberg bei Asch ihr erstes Vereinshaus, das Hainberghaus, einweihen. Die Anlage von Wanderwegen in die benachbarten Gebiete Bayerischer Wald, Fichtelgebirge, Elbsandsteingebirge war die herausragende Leistung in der damaligen Zeit. Natürlich waren Sektionsmitglieder auch im Alpengebiet unterwegs und so ist es nicht verwunderlich, dass sich die Sektion an der Erschließung der Alpen beteiligen wollte. Nach einigen Fehlschlägen wurde der Sektion das Gebiet am Rotpleiskopf in der Samnaungruppe als Arbeitsgebiet zugewiesen. Eine erste Schutzhütte, die Ascher Hütte, wurde 1896 im Kübelgrund erbaut und eingeweiht.

Mit der Vertreibung der deutschen Bevölkerung aus der Heimat im Sudentenland löste sich auch die Sektion faktisch auf, weil die Mitglieder im gesamten Deutschland verteilt wurden. Einige im Raum Selb-Rehau untergekommene Sektionsmitglieder wiederbelebten die Sektion Asch aber schon 1946 unter den Fittichen der Sektion Selb. Der Ascher Hütte galt die ganze Sorge der wieder erwachten Sektion. Obwohl die Hütte unter der Verwaltung des Österreichischen Alpenvereins stand, wurden Umbaupläne gemacht. Um diese Pläne leichter verwirklichen zu können, wurde der Sitz der Sektion 1956 nach München verlegt. Die Mitgliederzahl konnte von 48 in 1956 auf 629 in 1984 gesteigert werden. Die Sektion sammelte die bergbegeisterten Ascher Vertriebenen ein und die Ascher Hütte war der Kristallisationspunkt.

Das Durchschnittsalter der Sektionsmitglieder stieg aber in den letzten Jahren rapide an. Auch war es nicht möglich ein Vereinsleben mit Veranstaltungen und Bergaktivitäten zu organisieren. Schon bei den Feierlichkeiten zum 100 jährigen Bestehen der Ascher Hütte, 1996, war sich der Vorstand einig, dass die Sektion einen starken Partner benötigt, um die Tradition der über 100 jährigen Sektion und die Ascher Hütte erhalten zu können. Die Mitgliederversammlung beauftragte den Vorstand eine Sektion zu finden, welche eine starke Jugend und damit Zukunft hat und die keine Hütte in den Alpen ihr Eigen nennen konnte. Schon bald war man sich mit der Sektion Pfaffenhofen einig, gemeinsam den Weg zu gehen.

Am 15. November 2003 wurde anläßlich einer gemeinsamen Mitgliederversammlung die Verschmelzung mit der Sektion Pfaffenhofen a.d. Ilm unter notarieller Aufsicht beschlossen und ein neuer Vorstand gewählt.

Die neue Sektion gab sich den Namen "Sektion Pfaffenhofen-Asch e.V.".

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